Ehrenamtlicher Einsatz für Straßenkatzen in Not seit 1991

   
   
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Spieltherapie
 
Wenn es um psychische Probleme bei der Katze geht, gibt es verschiedene Mittel und Therapiemöglichkeiten. Den meisten bekannt sein dürften in diesem Zusammenhang homöopathische Mittel oder Bachblüten.

Weniger bekannt ist die Spieltherapie. Richtig eingesetzt, kann diese Therapie jedoch vielen Katzen zu einem ausgeglichenen Wesen verhelfen. Im Idealfall natürlich bevor es zu Verhaltensauffälligkeiten kommt. Spieltherapie bedeutet ganz einfach aktives, gezieltes und regelmäßiges Spielen mit der Katze. Hierbei ist der Mensch natürlich eingebunden, denn zusammen mit seinem Menschen spielt der Stubentiger am liebsten. Außerdem fördert Spielen den Zusammenhalt zwischen Mensch und Tier. Insbesondere für Katzen, die nur in der Wohnung leben, sind regelmäßige Spielstunden außerordentlich wichtig um überschüssige Energie und Stress abzubauen, aber auch um das Selbstbewusstsein einer vielleicht unsicheren Katze zu stärken.
 
Unsere Stubentiger sind und bleiben ein Leben lang kleine Jäger, ob in der Wohnung oder in der freien Natur. Wir müssen unseren Wohnungskatzen Ersatz für die spannenden Naturerlebnisse bieten, damit sie auch in der Wohnung ein artgerechtes und glückliches Leben führen können. Diese Spielminuten machen nicht nur dem Tier Spaß, auch wir Menschen entspannen uns im Spiel mit unserem Vierbeiner. Die Spieleinheiten sollten möglichst zu festen Zeiten stattfinden, entweder morgens und abends oder nur abends, wenn es nicht anders machbar ist.

Wie kann so ein gezieltes Spiel nun aussehen? Die Spiele sollten abwechslungsreich und interessant sein, es sollten verschiedene Spielarten für die aktuelle Stimmung bzw. den Charakter des Stubentigers verfügbar sein. Die Spiele sollten immer mit Beuteerfolg enden und auch Ansprüche an die geistigen Fähigkeiten unseres Stubentigers stellen. Klingt komplizierter als es ist. Eigentlich müssen wir unsere Katzen nur genau beobachten und unsere Phantasie spielen lassen.
 
Wie jagen Freigänger?
 
Katzen sind Lauerjäger, sie lauern der Beute auf, pirschen sich in Deckung heran und setzen dann zum Sprung an. Die Beute wird bearbeitet („Beutespiel"), wieder freigelassen und wieder gefangen etc.. Bei diesem Spiel mit der Beute wird die angestaute Spannung (Energie) abgebaut. Während der Jagd sind sie sehr konzentriert und gespannt, lauern auf den geeigneten Moment. Die einzelnen Phasen können sehr lang sein, denken wir an die Katze vor dem Mauseloch, die stundenlang verharrt. Deshalb ist hier manchmal unsere Geduld gefragt, wenn wir Menschen in die Rolle der Maus schlüpfen (mit Hilfe eines Bindfadens nebst Spielzeugmaus o.ä.) und uns vor der Katze verstecken und zitternd lauern, ob sie uns erwischt.

Während des Spiels sollten wir die Katze weder ansprechen noch berühren, schließlich muss sie sich auf die Jagd konzentrieren. Hinterher, wenn sie ihre Beute erwischt hat und sie mit Zähnen und Klauen bearbeitet, können wir sie loben. Übrigens sind Katzen Einzelgänger, was die Jagd angeht. Im Mehrkatzenhaushalt sollten wir deshalb auch mit den einzelnen Katzen getrennt spielen. Jede Katze hat ihr eigenes Jagdverhalten. Während Katze A lange in Lauerstellung verbringt, springt die aktivere Katze B die Beute längst an. Dies könnte bei Katze A Frustration auslösen, wenn Katze B ihr die Beute wegschnappt. Wir wollen Frust ja ab- und nicht aufbauen.

Richtig eingesetzt können wir mit so einer Spieltherapie also das Selbstbewusstsein einer ängstlichen und unsicheren Katze stärken. Bei wilden oder aggressiven Katzen wird überschüssige Energie von unserer Wade oder dem Opfer Mitkatze auf ein geeigneteres Objekt umgeleitet.

Zu guter Letzt regen Futterspiele, bei denen Leckerlis oder Trockenfutter versteckt wird, die geistigen Fähigkeiten unserer Vierbeiner an. Mit solchen Futterspielen können sich unsere Katzen auch wunderbar selbst beschäftigen. Insbesondere wenn wir am Tage längere Zeit aus dem Haus sind, bieten sich solche Aktivitäten an. Futterspiele lassen sich ohne großen Aufwand selber machen. Als einfaches Beispiel seien Schachteln und Kartons genannt, in denen kleine Löcher gebohrt werden, so dass gerade eine Pfote hindurchpasst. Durch geschicktes Angeln mit der Pfote gelangt die Katze an die Leckerlis.

© Anne Fromm für Katzenhilfe Bremen e.V.
 
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