Ehrenamtlicher Einsatz für Straßenkatzen in Not seit 1991

   
   
     
Besondere Schicksale
 
Alle Katzen, die früher oder später bei uns landen, haben einiges durchgemacht in ihrem Leben. Jedes Tier hat seine eigene Geschichte. Manchmal können wir nur ahnen, was dem Kätzchen widerfahren ist. Hier möchten wir auf einige Schicksale näher eingehen.
 

Bauernkater Otto

Im Frühjahr 2015 führte die Katzenhilfe Bremen e.V. auf einem Bauernhof in der Nähe Bremens eine Kastrationsaktion durch. Es wurden 10 Kater und Kätzinnen unter Mithilfe der Bäuerin gefangen. Alle Katzen wurden tierärztlich behandelt  und blieben nach der Kastration noch einige Tage zur Beobachtung und Ausheilung in unserer Station. Danach sollten sie wieder auf ihren Hof zurück, Mäuse fangen, aber keinen ungewollten Nachwuchs mehr produzieren. Bis auf einen Kater erholten sich alle Katzen schnell.

 

Ein roter, bereits in die Jahre gekommener Kater, hatte große offene Stellen im Fell,die ihm scheinbar auch Beschwerden verursachten. So konnte der Kater nicht wieder zurück auf den Bauernhof, das stand fest.


Es wurde eine langwierige Behandlung und dabei stellten sich noch andere Altersbeschwerden bei Otto heraus, die auch jetzt noch regelmäßig behandelt werden müssen.


Da Bauernkatzen oft nicht die Betreuung erhalten, die wir unseren geliebten Hauskatzen angedeihen lassen, beschlossen wir, Otto als Vereinskater zu adoptieren und ihm einen schönen Lebensabend zu ermöglichen.


 

Otto ist ein dankbarer und sehr menschenbezogener Kater, der gerne das  Angebot angenommen hat. Ganz schnell hat er sich eingelebt und begrüßt jeden Besucher freundlich in der Hoffnung auf Streicheleinheiten. Mittlerweile hat er  sich wieder zu einem recht ansehnlichen Kater entwickelt, dessen Fell wieder  weich und glänzend geworden ist. Der einzige Wermutstropfen ist für uns, dass er im ständigen Streit mit den beiden anderen Vereinskatzen Cilly und Miranda liegt. Die Mädels kann er einfach nicht leiden.

 

Bremen, Dezember 2015

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Mäxchen aus Kirchweyhe

Eine kleine Geschichte vom “wilden” Mäxchen aus Kirchweyhe.
 
Mäxchen lebt schon mehr als 10 Jahre in einem Garten in Kirchweyhe und wird dort von seinen “Versorgern” verhätschelt und geliebt.
 
Er hat eine frostsichere Hütte, die mit reichlich Stroh ausgepolstert ist. Im Winter versuchen seine Leute ihn ins Haus zu holen, aber frei geborene Katzen fühlen sich in geschlossenen Räumen oft nicht wohl.
 
Mäxchen hat mittlerweile einen Kumpel, den er auch mal in seinem Garten duldet. Mäxchen führt ein freies Leben und ist doch versorgt und behütet. Das freut uns sehr und die Katzenhilfe Bremen e.V. wünscht sich noch mehr Menschen, die diesen anfangs sehr scheuen Katzen eine Chance geben.
 
Es ist eine tolle Erfahrung, langsam das Vertrauen eines solchen Tieres zu gewinnen. Die Fotos belegen, dass Mäxchen sich in seinem Revier sehr wohl fühlt.

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Trixie aus Bassum, geb. ca. 05/2008
 

Die Katzenhilfe Bremen e.V. übernahm Trixie im Februar 2014. Sie kam aus einem Haus, in dem zwischen 10 und 14 Katzen lebten, die sich miteinander arrangieren mussten.
Trixie lebte dort unter dem Küchenschrank und wagte sich nur zur Fütterung heraus, um danach schnell wieder unter dem Schrank zu verschwinden. Wir beschlossen, Trixie in einer Pflegestelle unterzubringen, da sie augenscheinlich mit so vielen Artgenossen überfordert war.

Trixie zog also in ein separates Zimmer bei unserer Betreuerin ein. Wann immer sich jemand der Katze näherte und Kontakt suchte, begann sie panisch zu schreien und flüchtete auf den höchsten Platz im Raum. Dieses Verhalten behielt Trixie einige Zeit bei, bis sie merkte, es passiert ihr nichts. In ihrer Gegenwart war es nur möglich, sich langsam zu bewegen und leise zu sprechen. Alles andere löste Panik bei ihr aus. Unsere Frau Gill hat sehr lange gebraucht, um sich Trixies Vertrauen zu erarbeiten. Danach ließ sie sich gerne streicheln und entwickelte sich sogar zu einer spielfreudigen Katze. Als das Vertrauensverhältnis zu Trixie soweit aufgebaut war, haben wir versucht, sie mit ihren Artgenossen zusammen zu bringen. Wieder gab es Geschrei und panisches Verhalten, so dass wir uns darüber einig wurden, Trixie sollte nur als Einzeltier vermittelt werden.
Im Laufe der Zeit entspannte sich Trixie immer mehr und ließ sich auch von Fremden anfassen und streicheln. Das war der Zeitpunkt, um an Vermittlung zu denken.
Trixie war bereits kastriert und sollte nun ihre Impfungen erhalten, damit sie immunisiert in ihr neues Zuhause einziehen konnte. 

Etwa zu diesem Zeitpunkt bekam Trixie Darmprobleme, ihr Fell wurde struppig und die Haut fühlte sich schuppig an. 

Der Tierarzt spritzt ein Antibiotikum und die unangenehmen Symptome verschwanden und Trixie war wieder fit. Leider hielt dieser Zustand nicht lange an. Kaum war die Wirkung des Medikaments verflogen, begannen auch wieder die Probleme. Wir probierten homöopathische Mittel, die alle nur kurzfristig eine Besserung brachten. Wir stellten das Futter um und fanden dabei heraus, dass Trixie kein Trockenfutter verträgt.  Durch die Futterumstellung besserte sich Trixies Gesundheitszustand, aber die Darmprobleme waren nicht endgültig behoben.

Nun bekam Trixie vom Tierarzt eine Kortisonkur verschrieben. Anfangs mussten wir alle vier Wochen eine Spritze abholen. Mittlerweile ist die letzte Spritze mehr als 3 Monate her und wir haben die Hoffnung, dass mit dieser Kur eine langsame, aber stetige Besserung eintritt. 

Trixie fühlt sich in ihrer Pflegestelle wohl und hat sich auch mit den Hauskatzen und der Hündin angefreundet. Zwischen Trixie und Speedy ist es Liebe geworden. Die beiden sind immer dicht zusammen. Da sie nun im Februar 2016 dort zwei Jahre lebt, darf dort auch dauerhaft bleiben. Nach so langer Zeit wollen wir Trixie nicht wieder den Stress zumuten, sich auf neue Menschen und Artgenossen einzustellen.  Die Katzenhilfe Bremen e.V. übernimmt sämtliche Kosten, die für Trixie anfallen und Frau Gill gibt ihr die Liebe und Fürsorge, die unsere kleine “Sorgenkatze” benötigt. 
Bei den Bildern sieht man es genau, wie Trixie sich fühlte. Während sie beim ersten Fototermin keinen Blickkontakt halten konnte, schaut sie auf dem letzten Foto ganz offen und entspannt in die Kamera.

Martina Baumann-Walther hat für Trixie eine Dauerpatenschaft übernommen.

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Winnie, Wildfang aus Bremen-Walle, geb.ca. 06/2015

Kreuz_bei_Schicksale__1448362130.jpgDie kleine Winnie sollte eigentlich nur das normale Tierarztprogramm durchlaufen, bevor für sie ein neues Zuhause gesucht werden sollte.


September 2015

Leider hat sich nun herausgestellt, dass die kleine Winnie herzkrank ist. Was aber noch viel bedenklicher ist, es bilden sich Wasseransammlungen im Gewebe. Dadurch schwemmt der kleine Körper auf, aber es fehlt trotzdem Flüssigkeit im Körper und sie droht auszutrocknen. Bis heute konnte die Ursache dafür noch nicht herausgefunden werden. Winnie wächst auch nicht. Trotz allem ist die Kleine einfach nur lieb und schmusig, dankbar für jede Zuwendung. Wir versuchen alles, um ihr zu helfen und Linderung zu verschaffen. Wir befürchten, dass Winnie keine hohe Lebenserwartung hat, werden aber um ihr kleines Leben kämpfen.

 

Oktober 2015

Es hat sich nach vielen Untersuchungen herausgestellt, dass die kleine Winnie einen Herzklappenfehler hat. Sie wurde von einer Tierarzthelferin der behandelnden Praxis aufgenommen und hat somit die beste Betreuung. Wir müssen damit rechnen, dass die kleine Winnie nicht ein so ganz normales Katzenleben führen kann, aber wir geben ihr alle Möglichkeiten, damit sie eine kleine fröhliche Katze wird.


November 2015 an den Folgen des Herzfehler trotz aller unserer Bemühungen verstorben.

 

 

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Bernie 

November 2013: Fundtier, geb. ca. 2010. Bernie kam mit einem verletzten Auge zur Katzenhilfe Bremen e.V.. Er muss unglaubliche Schmerzen ausgehalten haben, denn das Auge ist geplatzt, bevor er vom Tierarzt behandelt werden konnte. Nun ist er operiert und auf dem Wege der Besserung. Er hat wieder einen guten Appetit, was doch als positives Zeichen gewertet werden kann. Er ist ein ganz lieber sensibler Kater.


Dezember 2013: Sein Auge ist toll verheilt und Bernie ist mittlerweile auch ganz entspannt, ohne Schmerzen. Bernie ist ein ganz großer Schmuser, einfach nur lieb, und auch verträglich mit seinen Artgenossen. Bevor es zu Spannungen zwischen den Katern kommt, zieht sich Bernie zurück. Er geht jedem Ärger aus dem Weg.


Januar 2014: Bernie konnte als Einzelkater nach Bremen-Oslebshausen vermittelt werden. Dort hat er Familienanschluss und Freigang im Garten.

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