Ehrenamtlicher Einsatz für Straßenkatzen in Not seit 1991

   
   
     
Besondere Schicksale
 
Alle Katzen, die früher oder später bei uns landen, haben einiges durchgemacht in ihrem Leben. Jedes Tier hat seine eigene Geschichte. Manchmal können wir nur ahnen, was dem Kätzchen widerfahren ist. Hier möchten wir auf einige Schicksale näher eingehen.
 

Sonja, Sarah, Josie, Mirko und Co.

kommen alle aus dem Animal-Hoardingfall aus Bremen-Findorff.

Sie leben gemeinsam seit Mitte August 2017 in einer Pflegestelle und werden dort liebevoll betreut.

Es sind vier Katzendamen und zwei Kater. Die älteste Katze Sonja ist ca. 2 Jahre alt, die Jüngsten sind ca. Februar bzw. April 2017 geboren. Wahrscheinlich ist Sonja sogar die Mutter der jüngeren Tiere.
 
Sie hatten alle Darmparasiten, entzündete Augen, waren unterernährt und völlig verschüchtert als sie zu uns kamen. Sechs Wochen später sind sie immer noch scheu, haben sich aber ihren Betreuerinnen bereits soweit geöffnet, dass es sogar möglich ist, einen der Kater auf den Arm zu nehmen. Mit kleinen Bestechungen in Form von Leckerchen lassen sich die Katzen auch fast freiwillig streicheln. 

An diesen vernachlässigten Katzen lässt sich ganz klar erkennen, was es für Folgen hat, wenn junge Katzen in ihrer Prägephase keinerlei menschliche Zuwendung erhalten, obwohl sie in einer Wohnung geboren wurden. Sie waren gefangen in Schmutz , Gestank und Dunkelheit. Ohne Liebe und Zuwendung, immer hungrig, war keine normale Entwicklung möglich. Auch gab es keine Spielmöglichkeiten oder ein nettes Plätzchen am Fenster, um vielleicht die Sonne genießen zu können oder zu schauen, was passiert überhaupt in der anderen Welt.  Die Katzen hatten nur sich. Alle Tiere sind sozial verträglich und kuscheln immer noch ganz eng zusammen. Das ist die einzige Sicherheit, die sie bisher kennengelernt haben.

Unsere große Herausforderung ist es nun, ein Vertrauensverhältnis zu uns Menschen aufzubauen. Wir stellen mittlerweile kleine Fortschritte fest. Alle Katzen sind neugierig und  bei diesen kleinen Bangbüxen ist es auch so. Wenn auch auf Entfernung machen sie “lange Hälse”, wenn sich hinter der geöffneten Tür interessante Dinge tun, die es zu beobachten gilt. Keines der Tiere beißt oder zeigt die Kralle, wenn es zu Handkontakten kommt. Sie müssen lernen, Zärtlichkeit in Form von Streicheleinheiten zu genießen. Das braucht Zeit und Geduld. Aber diese zauberhaften Samtpfoten sind es wert, diesen Weg zu gehen, damit auch sie eine Chance auf ein glückliches und behütetes Leben erhalten.
 
Wir suchen erfahrene Tierfreunde für die Herausforderung, eine scheue Samtpfote aufzunehmen und zu einer Schmusekatze zu streicheln. Wichtig ist auf jeden Fall, dass in dem neuen Zuhause mindestens ein zahmer Artgenosse wartet, der dem Angstkätzchen zeigt, wie das normale Katzenleben sein kann. 

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Animal Hoarding in Bremen


Die Medien haben es schon berichtet, in Bremen-Findorff wurden von Tierschützern aus einer Wohnung 44 Katzen gerettet.

Davon sind 19 Tiere von der Katzenhilfe Bremen e.V. aufgenommen worden und 25 hat das Tierheim Bremen übernommen.

Die  Tiere sind in keinem guten Zustand und machten einen vernachlässigten Eindruck.

Alle Katzen haben nun ihre erste tierärztliche Versorgung hinter sich und nun müssen wir sie neben der  medizinischen Behandlung auch liebevoll aufpäppeln und betreuen.

Die meisten Katzen sind scheu, kennen kein zärtliches Streicheln oder Schmusen.  Unter unseren 19 Katzen sind lediglich sechs Kater. Die anderen 13 sind weiblich. Nicht auszudenken, wie die Vermehrungswelle weitergegangen wäre.

 
Wie Sie alle wissen, arbeitet die Katzenhilfe Bremen e.V. ausschließlich ehrenamtlich und bekommt keinerlei Zuschüsse. Unser Verein ist auf Spenden angewiesen. Es wäre toll, wenn wir Unterstützer finden würden, die uns finanziell bei den Tierarzt- und Futterkosten bei dieser großen Aufgabe helfen würden.

Unsere Bankverbindung lautet: DE18 2904 0090 0215 6800 00  - bitte als Verwendungszweck – Katzenrettung Findorff – angeben. Oder einfach mit PayPal
 
Selbstverständlich werden wir Sie über die weitere Entwicklung unserer Katzen auf dem Laufenden halten. Sie sollen später auch alle ein schönes Zuhause erhalten.

Update: Die Katzenaktion mit den geretteten Katzen aus der Wohnung in Findorff wird von Sabine Mistetzki und Gudrun Donath betreut und koordiniert.
 
Futterspenden bitte bei Sabine Mistetzki,  abgegeben. Tel.-Nr. 0421/644 9445.

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Maurice, Wildfang aus Sörhausen, geb. ca. Mitte Mai 2016


Die wilde Mutter hatte nur ein Kind, unseren Maurice.
 
Bei der Katzenhilfe Bremen e.V. hat er sich aber gleich mit den anderen “Winzlingen” angefreundet.
 

Ilse Duhr – Tel. 0421/61 61 286  -  E-Mail 

 

Update Maurice, Januar 2017
 
Der Kater Maurice will leider nicht richtig zahm werden. Daher ist er in eine Dauerpflegestelle gezogen, wo er bei vier Katzen/Katern mitlaufen darf.

Update Juli 2017


Frau Maike Ehlers unterstützt schon lange die Katzenhilfe Bremen e.V. und hat jetzt die Patenschaft für Maurice-Kalle übernommen.

 

Dafür unseren herzlichen Dank.

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Mama Mia und ihre “wilden Kinder” aus Bremen-Marßel



Mia, geb. ca. 2014 – ihre Kinder ca. 08/2016

Mia ist eine verwilderte Katze, die garantiert mal zahm war. Aber durch ihr Leben auf der Straße wurde sie wieder scheu.

Wir vermuten, dass sie ausgesetzt wurde, als die Besitzer feststellten, dass Mia tragend war.

Ihre Kinder hat sie jedenfalls draußen geboren. Sie sind Wildfänge, die in ihrer Prägephase wohl keinen menschlichen Kontakt hatten und es nun schwer haben, ihre Scheu zu überwinden.

Hier muss also noch mit sehr viel Einfühlungsvermögen und Geduld Vertrauen aufgebaut werden. 

Wir zeigen mal Bilder, wo gut zu erkennen ist, wie scheu und ängstlich die Geschwister sind. 

Alle haben ihre Ohren angelegt und starten einen kleinen “Faucher”, wenn man ihnen nahe kommt.

Wir arbeiten daran, aus diesen kleinen “Bangbüxen” Katzen zu streicheln, die später ein angstfreies und geliebtes Leben in einer Katzengesellschaft führen können. 

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Notfällchen Milow 

 

Kreuz_bei_Schicksale__1496599449.jpgKater Milow, geb. ca. 02/2016, kam 2016 zur Kazuenhilfe

 

Während viele seiner Mitbewohner scheu und ängstlich waren, nahm Milow gleich Kontakt zu den neuen Menschen auf, vielleicht auch, weil er nicht gesund war.

 

Der kleine Kater hat eine Kopfschiefhaltung und gab laute Atemgeräusche von sich. Er wurde tierärztlich behandelt. Seine Kopfschiefhaltung hat er von einem nicht behandelten Schnupfen zurückbehalten. Das war nicht mehr zu ändern. Er bekam Antibiotika und wir hofften, damit stände seiner Gesundung nichts mehr im Wege. Nach kurzer Besserung, stellte sich leider der alte “Röchelzustand” wieder ein. 

 

Also mussten weitergehende Untersuchungen vorgenommen werden. 

 

Und nun kam die Diagnose: 

 

Bei Milow wurde  ein Tumor festgestellt, der sich im Rachenraum und auch bereits in der Nase festgesetzt hatte. 

 

Einschläferung war keine Option, da Milow trotz seiner Einschränkungen ein supertoller Kateist, lebensfroh, verschmust, verspielt und sozial verträglich mit seinen Artgenossen. 

 

Wir ließen den Tumor entfernen, in der Hoffnung, dass damit für Milow ein neues beschwerdefreies Leben beginnt. Es ging ihm auch einige Monate sehr gut und er atmete genauso leise, wie seine vierbeinigen Mitbewohner. Leider fingen vor kurzem seine Atemgeräusche an, wieder hörbarer zu werden. Das war das Signal, wieder den TA zu konsultieren. Es hatte sich wieder “Polypen” in der Nase festgesetzt, die Milows Atmung behindern. Diese ließen wir entfernen und zur Zeit geht es ihm auch wieder gut. Es kann aber nicht ausgeschlossen werden, dass wir in Abständen, diese “Polypen” immer wieder entfernen lassen müssen. Auf jeden Fall muss Milow unter ärztlicher Kontrolle bleiben. Der Tierarzt bemüht sich darum, für Milow eine Lösung zu finden, die eine Neubildung dieser Polypen verhindert bzw. zumindest verzögert. 

 

Es ist also nicht auszuschließen, dass Milow immer wieder operiert werden muss. 

 

Milow lebt auf einer Pflegestelle mit einem Kater und drei Katzenmädchen in harmonischer Gemeinschaft zusammen. Ihm steht ein großer Garten zur Verfügung und wenn er gerufen wird, kommt er sofort angeflitzt. Er strahlt so viel Lebensfreude aus, versteht sich mit seinen Mitbewohnern super und seine Betreuerin liebt ihn heiß und innig.

 

Wir möchten Milow nicht aufgeben und ihm ein weitgehend beschwerdefreies Leben ermöglichen. Wir stehen immer in Verbindung mit einer Tierklinik, die uns berät und  Milow betreut.  Aus diesem Grunde starten wir diesen Aufruf und bitten um finanzielle Unterstützung, damit wir auch für eine evtl. nächste OP gewappnet sind.   


Update zu Notfellchen Milow

Und plötzlich ging alles ganz schnell. Leider musste unser kleiner Sonnenschein Milow am 2.6.2017 eingeschläfert werden.

Nur 5 Wochen nach der letzten OP ist der Tumor in Hals und Nase so explodiert, dass der Tierarzt ihm nicht mehr helfen konnte.

 

Wir mussten ihn erlösen lassen. Wir sind alle sehr, sehr traurig. Der kleine Kerl ist nur 1 Jahr und 4 Monate alt geworden.

 

 

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Milow-auf-Heizkissen-11-01-2017-2.JPG__1495135953.jpgMilow-auf-Heizkissen-11-01-2017-1.JPG__1495135931.jpg

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