Ehrenamtlicher Einsatz für Straßenkatzen in Not seit 1991

   
   
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Katzenkrankheiten
 
Genau wie wir Menschen können Katzen trotz vernünftiger Ernährung eine Vielzahl von Krankheiten bekommen. Das reicht von einfach zu behandelndem Parasitenbefall, wie Würmer, Milben, Hautpilze, Flöhe etc. über ansteckende, schwerwiegende Krankheiten wie FIV, Leukose, Katzenschnupfen usw. bishin zu Fehlfunktionen der inneren Organe und äusseren Organe und Tumoren aller Art.

Eine kranke Katze sollte man niemals selbst therapieren sondern immer von einem Tierarzt feststellen lassen, unter welcher Erkrankung sie nun leidet, denn vielfach ähneln sich Symptome verschiedener Erkrankungen und eine falsche Therapie kann für Ihren Liebling durchaus tödlich enden.
Katzen leiden in der Regel stumm und zeigen häufig nur durch Verhaltensauffälligkeiten, dass etwas nicht in Ordnung ist.

Wenn Sie bei Ihrer Katze z.B. eine oder mehrere der nachfolgend aufgelisteten häufigsten Verhaltensweisen und Symptome beobachten:

 
- häufiges Kratzen
- mit dem Po auf dem Boden rutschen (Schlitten fahren)
- häufiger Durchfall , auch wässrig oder gar blutig
- häufiger Toilettengang , ohne zu urinieren oder Kot abzusetzen
- häufiges Lecken bis zum wund sein
- Erbrechen
- zittern und unsicherer Gang
- hechelnde Atmung
- Husten
- verklebte Nase und Augen
- wenn sie nicht mehr Fressen und/oder Trinken mag
- struppiges, glanzloses Fell
- wenn sie sich aphatisch in die hinterste Ecke verkriecht
- wenn sie sich übermässig warm anfühlt (Fieber)
- wenn sie sich plötzlich an bestimmten Körperstellen nicht mehr anfassen lässt
- wenn sich die Nickhaut vor das Auge schiebt
- wenn Sie beim Streicheln Verdickungen oder Knötchen an Ihre Katze bemerken

sollten Sie ihr Tier umgehend einem Tierarzt vorstellen. Bitte warten Sie nicht erstmal in Ruhe ab, ob sich das Problem von allein erledigt, sondern helfen Sie Ihrer Katze durch eine fundierte Diagnose und entsprechende Medikation schnell wieder gesund zu werden.

Falls Sie dann vom Tierarzt Tabletten zum Einnehmen mit bekommen, hier noch ein paar hilfreiche Tipps von Anne Fromm für die Katzenhilfe Bremen e.V.
 
Tablette zerkleinern und mit einem Klacks Schlagsahne (möglichst Laktosefrei) oder dem Lieblingsleckerli anbieten
 
Das Zerkleinern von Tabletten ist nicht unbedingt zu empfehlen. Denn auch wenn es die Eingabe des Medikamentes vielleicht erleichtern kann, so ist es nicht immer gut für das Tier. Denn Tabletten sind meist mit einem Überzug (äußere Schicht) versehen, die dafür sorgt, dass der Wirkstoff genau in dem Organ freigesetzt wird, wo er auch vom Körper aufgenommen werden kann.

So sollen manche Medikamente sich schon im Magen, andere erst in den einzelnen Dünndarm- oder sogar erst Dickdarmabschnitten auflösen und freisetzen. Eine zerkleinerte Tablette wird dann aber schon sofort im Maul innen, also direkt am Wirkstoff, mit dem Speichel und später der Magensäure in Kontakt kommen. Dadurch kann sie entweder am eigentlichen Zielort weniger wirken, oder aber andere Organe beeinflussen, z.B. Speicheldrüsen im Maul.
?Man sollte also bei jedem Medikament in Tablettenform den Tierarzt fragen, ob die Tablette zerkleinert werden oder im Lieblingsleckerli verabreicht werden darf. Bei vielen Tabletten ist das ohne Probleme möglich, bei manchen aber nicht zu empfehlen. Deswegen ist es besser, nachzufragen. Wenn der Tierarzt nichts gegen das Zerkleinern einzuwenden hat, können sie die nachfolgenden Tipps ausprobieren. Die meisten Katzen mögen Schlagsahne (bitte möglichst Laktosefrei)
Wenn man Glück hat, ist die Katze so heiß auf die Schlagsahne, dass sie die zerbröselte Tablette gar nicht bemerkt. Natürlich kann die zerbröselte Tablette auch in dem Lieblings-Leckerli der Katze versteckt werden. Den Leckerli in höchsten Tönen anbieten (aufpassen, dass die Stimme ehrlich klingt), dann könnte es klappen. Meine Erfahrung: Einen Versuch ist es wert, bei mir hat es nicht immer geklappt. Manchmal riechen die Katzen die Tablette und verweigern die Aufnahme der Sahne bzw. des Leckerlis. Oder sie fressen den Leckerli und spucken die Tablette wieder aus.
 
Tabletten zerkleinern (falls der Tierarzt nichts dagegen hat) und unters Futter mischen
 
Bei Katzen, die großen Hunger haben, klappt es gut. Sie schlucken die Tablette einfach mit weg. Meine Erfahrung: Bei den halbzahmen Katzen, die draußen an Futterstellen gefüttert werden, klappt es ohne Probleme. Diese Katzen sind so ausgehungert, dass sie alles Essbare in sich hineinschlingen. Bei meinen drei verwöhnten Katern klappt diese Methode leider nicht. Sie wissen gar nicht (mehr), was Hunger ist. Das ist auch gut so.
 
Mund auf, Tablette rein, Mund zu und schlucken!
 
Das ist die absolut sicherste Methode und die von mir bevorzugte. Es ist gewährleistet, dass die Tablette auch tatsächlich dort landet, wo sie soll, nämlich im Magen des Patienten. Meine Erfahrung: Der Patient wird auf den Tisch gesetzt und sein Köpfchen wird vorsichtig nach hinten gebogen. Dann drückt man leicht mit Daumen und Zeigefinger hinter die Mundwinkel, so dass die Katze das Mäulchen öffnet. Die Tablette wird nun so weit wie möglich in den Schlund geschoben. Das Mäulchen schließt sich. Um den Schluckreiz zu fördern, wird leicht über die Kehle gestrichen. In der Regel hat die Katze die Tablette nun geschluckt. Natürlich gibt es Katzen, die nicht so einfach zu behandeln sind. Hier versucht man sein Glück am besten zu zweit. Einer hält die Katze fest, der andere verabreicht die Tablette. Die Katze wird in diesem Fall mit dem Rücken zur Wand oder in eine Ecke gesetzt, dass sie nicht so leicht entwischen kann. Es ist auch einen Versuch wert, die Katze an einen nicht so vertrauten Ort zu setzen.

Möglicherweise wehrt sie sich dann nicht so heftig. Wenn es gar nicht gelingen will, ist es für alle Beteiligten besser, mit der Katze zum Tierarzt zu fahren und dort die Tablettengabe vornehmen zu lassen. Das ist zwar umständlich (und verursacht höhere Kosten), aber nicht zu vermeiden, wenn die Katze auf die Medikamente angewiesen ist.
 
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