Ehrenamtlicher Einsatz für Straßenkatzen in Not seit 1991

   
   
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Ein wichtiges Thema: Die Kastration
 
Ungefähr 6 Mio. Katzen leben in deutschen Haushalten. Leider sind davon bei weitem nicht alle kastriert, viel zu viele bekommen Nachwuchs. Die Gründe dafür sind vielfältig. Einige Leute wollen, dass ihre Katze wenigstens einmal Junge bekommt, bevor sie kastriert wird, manche wollen auch ihren Kindern einmal zeigen, was für ein Wunder so eine Geburt ist.

Dann gibt es immer noch einige Gerüchte und Vorurteile gegen das Kastrieren, die sich hartnäckig halten. "Die Tiere werden nach der Kastration dick und faul (sie fangen keine Mäuse mehr), es schadet ihrer Gesundheit, die Persönlichkeit ändert sich" usw.

Viele Menschen sind auch einfach gleichgültig, gerade in ländlichen Gegenden, speziell auf Bauernhöfen, sind Katzen meistens sowieso nicht viel wert. Eine Katze wird dort in den seltensten Fällen zum Tierarzt gebracht. Es mag Ausnahmen geben, aber die meisten Bauernhofkatzen sind ziemlich schlecht dran.
 
Es gibt auch noch ganz besondere Zeitgenossen, die sagen: "Wieso kastrieren? Ich habe doch einen Kater und der kommt nicht mit Babys nach Hause." Sehr verantwortungsvoll!

Nun höre ich auch Stimmen, die sagen: "Bisher habe ich alle Katzenbabys immer gut untergebracht, also wo ist das Problem?" Das Problem ist, dass der Überbevölkerungskreislauf trotzdem weitergeht, wenn auch diese Tiere Nachwuchs bekommen. Haben Sie daran schon einmal gedacht? Aus Babys werden Mütter, aus Mütter Großmütter und so fort. Schon jetzt übersteigt das Angebot an Katzen bei weitem die Nachfrage.
 
So nimmt das Elend seinen Lauf
 
Ungewollte Tiere werden oft als Plage empfunden und auch so behandelt. Ertränkte Kätzchen sind an der Tagesordnung. So ergaben Recherchen, dass mehr als 70.000 Katzen jährlich ertränkt, erschlagen oder zu Tode gequält werden.

Manche Leute setzen ihre Tiere auch einfach aus, entweder in der Hoffnung, dass sich schon "irgendjemand" darum kümmern wird oder sich die Tiere selbst versorgen können. Aber oft werden diese Tiere grausam behandelt, müssen hungern und frieren, leiden an Krankheiten, werden überfahren oder für Versuchslabore eingefangen oder sie vermehren sich weiter unkontrolliert.

Allein 250.000 Tiere werden pro Jahr in Deutschland streunend in Wald und Feld abgeschossen. Ebenso viele fallen dem Straßenverkehr zum Opfer. Ja, es ist grausam! Alle Tierschützer, die dieses Elend kennen, werden mir zustimmen: Kastrieren hilft, die Welle der Überbevölkerung einzudämmen und somit dem Leiden ein Ende zu bereiten!
 
Kastration – weitere positive Aspekte
 
Kastration bei weiblichen Tieren vermindert nicht nur den Stress und das Unbehagen, dem sie während ihrer Hitze ausgesetzt sind, sondern verhindert auch noch die Entstehung von Gebärmutterkrebs. Die Gefahr für Krebs am Gesäuge wird erheblich reduziert. Bei männlichen Tieren verringert es den Drang herumzustreunen und es trägt zur Verhinderung von Hodenkrebs bei.
 
Unterschied zwischen Kastration und Sterilisation
 
Bei der Kastration werden die Geschlechtsdrüsen entfernt, also die Eierstöcke bei einem weiblichen und der Hoden bei einem männlichen Tier. Durch die Operation werden die sexuellen Aktivitäten beendet und die Katze wird nicht mehr rollig. Der Kater kann kein Sperma mehr produzieren.

Bei der Sterilisation erfolgt eine Unterbindung der Eileiter beim weiblichen und eine Unterbrechung der Samenleiter beim männlichen Tier. Die Abgabe von Sperma zur Befruchtung ist somit unmöglich, beim Weibchen wird der Abstieg von Eizellen in die Gebärmutter verhindert. Die Tiere sind somit zwar unfruchtbar, der Geschlechtszyklus und die hiermit verbundenen Aktivitäten bleiben jedoch vollständig erhalten, denn sie werden durch Hormone aus den Geschlechtsdrüsen gesteuert. In der Tierarztpraxis wird deshalb fast ausschließlich eine Kastration durchgeführt.
 
In welchem Alter kastrieren?
 
Hier gibt es ganz unterschiedliche Meinungen. Lassen Sie sich von einem Tierarzt beraten. Einer unserer Kater war "frühreif" und wurde im Alter von 6 Monaten kastriert. Der zweite war 10 Monate alt und unser Drittkater war ca. 9 Jahre alt. Er ist in diesem Alter erst bei uns eingezogen, deshalb ist er so spät kastriert worden. Ich will Ihnen damit sagen, dass es nie zu spät ist für einen solchen Eingriff.

Grundsätzlich können Katzen ab dem 8. Lebensmonat und Kater ab dem 6. Lebensmonat kastriert werden. Es ist individuell verschieden, je nach Geschlechtsreife des Tieres. Also fragen Sie im Zweifelsfall bitte Ihren Tierarzt.
 
Kosten
 
Eine Kastration kostet bei einem Kater ca. 60-70 EUR, bei einer Katze ca. 100-140 EUR, je nach Tierarzt.
 
Fazit
 
Eine Kastration schadet dem Tier nicht. Es weiß nicht, was mit ihm passiert und wird keinen psychischen Schaden davontragen. Im Gegenteil: Kastrierte Tiere sind oft noch verschmuster, häuslicher und umgänglicher als unkastrierte Tiere. Nach den Operationen brauchen die Tiere nur wenige Tage, um sich vollständig zu erholen. Jeder der sein Tier kastrieren lässt, betreibt aktiven Tierschutz und hilft das Leiden vieler armer Geschöpfe zu verhindern. Ein Tier kastrieren zu lassen bedeutet sehr viel weniger Katzenelend! 
Anmerkung: Einige Fakten stammen von der Homepage www.tierheim-manresa.de. 
 
© Anne Fromm für Katzenhilfe Bremen e.V. 
 
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